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Lorrie Moore: Der vergessene Wichtel, Eine Weihnachtsgeschichte, Bloomsbury Kinder - und Jugendbuecher, Berlin 2004, 9,90 Euro Aben ist wirklich ein frecher Wichtel und dazu noch eingebildet, eitel, oft missgelaunt und anspruchsvoll. Am liebsten spielt er den anderen hart arbeitenden Kobolden dumme Streiche und lacht sich dabei kaputt. Irgendwie sind ihm seine Faehigkeiten und das Lob dafuer in den Kopf gestiegen. Er traegt nur noch feine Sonntagsklamotten und raucht dicke Zigarren. Ein unausstehlicher Kerl. Allerdings ist er wirklich der beste und erfahrenste Geschenkebastler und Spielzeugbauer am Nordpol, im Reich des Weihnachtsmannes. Aber der alte Herr ist von seinem preisgekroenten Superwichtel Aben enttaeuscht. Zur Strafe fuer seinen Hochmut soll Aben beim Geschenkeaustragen auf die Rentiere aufpassen. Aber die Neugier treibt den kleinen Wicht, als der Weihnachtsmann und seine Helfer nicht wiederkommen, in das alte ein bisschen schaebige Haus. Als er alles inspiziert hat, hoert Aben die Gloeckchen des Schlitten in der Ferne. Der Weihnachtsmann hat ihn vergessen und das ausgerechnet bei Eva, dem ungezogensten Kind weit und breit. So wie Eva sich benimmt, die ja allen ins Gesicht schreit, dass sie Weihnachten hasst, kommt der Weihnachtsmann im kommenden Jahr sicher nicht vorbei. Aben muss irgendwie ins Nachbarhaus gelangen. Allerdings lauert auf dem Hof ein schrecklich laut bellender Hund. Da hilft auch kein Wichtelzauber. Keine Frage: Aben muss ein Fluggeraet, einen Vogelschrauber, bauen, um zum anderen Haus zu fliegen. Allerdings gibt es noch die Moeglichkeit, Eva kennenzulernen. Allerdings wird Aben schnell klar, dass Eva und er sich ziemlich ebenbuertig sind. Wie die beiden dann doch zueinanderfinden und was fuer komische Streiche sie gemeinsam aushecken, dass erzaehlt Lorrie Moore ohne jegliche Sentimentalitaet, obwohl Eva als alleingelassenes Kind einem schon leid tun koennte. Die Rueckkehr des Weihnachtsmannes naht, aber Eva ist durchaus kein liebes Kind geworden. Das liegt ihr einfach nicht und Aben hat sich ein bisschen veraendert, aber nur ein bisschen. Zum Glueck kein klebriges Happy End zum Fest der Liebe! |
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