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Veronique Olmi: Eine so schoene Zukunft, Antje Kunstmann Verlag, Muenchen 2004, 17,90 Euro Veronique Olmis Buecher sind eigentlich kein Geheimtipp mehr, denn laengst hat sich der Name der franzoesischen Autorin herumgesprochen. Veronique Olmis Themen beziehen sich auf das zwischenmenschlich Unausweichliche, ohne Kompromisse oder Wehleidigkeit. Im Mittelpunkt des neuen Buches stehen zwei Frauen: Elisabeth und Clara, die eine ist Schauspielerin, Ehefrau und Mutter, die andere eine attraktive, erfolgreiche Powerfrau. Beide tragen demonstrativ ihre "aufgesetzten Masken des Gluecks" bei der Premiere eines neuen Stueckes, das Pascal, Elisabeths Mann inszeniert hat. Pascal spuert die Ablehung seiner Arbeit hinter den freundlichen Gesichtern. Boris, der ungeliebte Lebenspartner Claras, bedraengt seine Freundin mit seinem Kinderwunsch, dem sie sich nicht gewachsen fuehlt. Fluechtige Augenblicke bringen die Paare zusammen und trennen sie wieder. Doch die Protagonistinnen halten ihre Rollen der sorglosen Frauen nicht mehr durch, sie naehern sich einander an, beginnen zu reden. Clara bewegt ihre Vergangenheit, ihre lieblosen Eltern, ihre Herkunft, die durch Gewalt und Willkuer gepraegt ist. Elisabeth leidet unter ihrer Mutterrolle und sehnt sich nach der Anerkennung durch die Arbeit. Eine Ahnung und dann ein kurzer Satz von Pascal , " .. ich muss mit dir reden ", offenbaren sein zweijaehriges Verhaeltnis mit einer sehr jungen Schauspielerin. Schluesselworte, die immerwieder im Text auftauchen, sind Kaelte, Wahrheit, Ehrlichkeit und Abschied. Wortkart ist der Stil von Veronique Olmi. Sie laesst eher offen als das sie offenbart und doch zieht sie den Leser in ihre Geschichte hinein und laesst ihn bis zum Ende nicht mehr los. Die Autorin hinterfragt die Entscheidungen ihrer Protagonisten und zeigt, wie schwer es ist aus dem gewohnten Leben hinauszutreten. Elisabeth will sich schnell aus ihrer Ehe loesen, Clara wuenscht sich den Kontakt zu ihrer Grossmutter. Ohne viele Erklaerungen verbindet die beiden Frauen eine Freundschaft, die auf Vertrauen basiert. Das auf Zehenspitzen laufen, hat ein Ende. K.H. |
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