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| AVINUS Verlagsprogramm Manfred Füllsack Leben ohne zu arbeiten?Zur Sozialtheorie des Grundeinkommens 2002, 217 Seiten, ISBN 3-930064-07-3 20,- EUR Der Autor stellt die Trennung von Arbeit und Einkommen in der modernen Gesellschaft zur Diskussion. Dabei erörtert er Sinn und Möglichkeiten eines Garantierten Grundeinkommens. Im Gegensatz zur Debatte um das "Ende der Arbeit", die in den letzten Jahren en vogue war, geht er davon aus, dass die menschliche Arbeit im Lauf der Geschichte keineswegs immer weniger wird, sondern sich im Zuge des Arbeitsprozesses vermehrt. Gerade dies liefert ihm gute Gründe dafür, ein Garantiertes Grudneinkommen neu in Betracht zu ziehen. Manfred Füllsack ist Sozialwissenschaftler an der Universität Wien und arbeitet zur Sozialtheorie, zur Sozialphilosophie und zur Gesellschaftsentwicklung Russlands. Bildhauerwerkstatt Gallus Jugend-Kultur-Werkstatt Falkenheim Gallus e.V. (Hg.) 1997, 120 Seiten, 80 s/w Abbildungen, ISBN 3-930064-02-2 10,00 EUR Als soziales Reintegrationsprojekt für straffällige Jugendliche fand der Modellversuch der Bildhauerwerkstatt Gallus bundesweit große Beachtung. Weit mehr als 100 Jugendliche konnten unter der Leitung eines Bildhauers und eines Sozialpädagogen ihre kreative Fähigkeiten erproben. Zahlreiche öffentliche Ausstellungen u.a. im Frankfurter Hauptbahnhof, dem Oberlandesgericht Frankfurt und der Frankfurter Paulskirche haben viele der "jungen Künstler" ermutigt, sich den schulischen und beruflichen Anforderungen neu zu stellen. Die Dokumentation Kunsttäter stellt Konzept und Methode der beiden Projektleiter Michael Siebel und Fritz Meihofer vor und gibt einen Einblick in den Entstehungshintergrund der Kunstwerke. Ein Werkverzeichnis mit 80 Abbildungen der bisher entstandenen Objekte wird ergänzt durch Interviews mit Jugendlichen, Fotos aus der Werkstattarbeit und kulturanthropologischen, sozial- und kunstwissenschaftlichen Textbeiträgen. Ali Renani Ein Ferser im Poetenland "Daß ich Ausländer bin, verdanke ich den Deutschen" 1995, 64 Seiten, 11 s/w Grafiken, ISBN 3-930064-01-4 12,- EUR Mit dem Gedichtband Ein Ferser im Poetenland. "Daß ich Ausländer bin, verdanke ich den Deutschen" liegt zum ersten Mal eine Auswahl der Arbeiten des Malers Ali Renani in Buchform vor. Seine Gedichte, die der Autor selbst illustriert, wurden in den letzten Jahren durch zahlreiche Lesungen bekannt. Renani zeichnet mit ihnen ein sehr persönliches Bild der Erfahrung von Fremdsein in Deutschland: Das Leben mit den Deutschen, die Flucht aus Iran und schließlich der ernüchternde Bericht über die Intoleranz. Seine Poesie bleibt der Malerei eng verbunden, denn in beiden Ausdrucksformen knüpft er an eine spielerisch-experimentelle üsthetik an. Renani sucht die Distanz zur Sprache und nimmt sie nicht als selbstverständlich hin. Den Deutschen, die ihn zum Ausländer, zum Fremden machen, macht er mit Witz und Ironie das Deutsche fremd. Cem Alexander Sünter Ostdeutsche Reise: Spuren und Übergänge / Voyage est-allemand: traces et transitions . Photographies Mit Textbeiträgen (dt./frz.) von Cem Alexander Sünter und Joachim Umlauf 1997, 48 Seiten, 30 s/w Fotografien, ISBN 3-930064-04-9 / Rodenbach, ISBN 2-9511657-0-6 / Paris 10,- DM Photographien vermögen nur eine Annäherung an Wirklichkeiten zu sein. Sie erweisen sich als Spuren, die in die Nähe dessen führen, was einmal so gewesen ist. In diesem Sinne zeigen die Photographien von Cem Alexander Sünter einen bestimmten Ausschnitt der (ost-)deutschen Wirklichkeit der Übergangsjahre nach 1989. Anja Sieber Vom Hohn zur Angst Die Sozialkritik Jacques Préverts in den Filmen von Marcel Carné. 1993, 117 Seiten, ISBN 3-930064-00-6 14,- DM Aus der Zusammenarbeit von Regisseur Marcel Carné und von Drehbuchautor Jacques Prévert gingen sieben Filme hervor, die wie die Kinder des Olymp zum Weltruhm des französischen Kinos der 30er und 40er Jahre beitrugen. Im Gegensatz zur traditionellen Filmgeschichtsschreibung, die diese Zeit unter den ästhetischen Begriff "Poetischer Realismus" faßt, zeigt die Autorin den Wandel, der von Préverts früher Sozialkritik, der kämpferischen Verhöhnung der bürgerlichen Gesellschaft, zur resignativen Angst vor dem Kapitalismus führt, und rückt dabei vor allem die politischen und filmwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ins Blickfeld. |
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